Vatikan sagt ja zur Kernenergie
Der Vatikan befürwortet die friedliche Nutzung der Kernenergie. Kardinal Renato Raffaele Martino, päpstlicher «Friedensminister», mahnte im Gespräch mit Radio Vatikan zu einer sachlichen öffentlichen Debatte über die Kernenergie.
«Wenn die Sicherheit der Anlagen und der Lagerung garantiert sind, wenn Produktion, Verteilung und Verkauf der Kernenergie streng geregelt sind, dann scheint mir, dass die Voraussetzungen für eine 'integrierte' Energiepolitik vorhanden sind. Mit diesen Voraussetzungen bildet die Kernenergie eine Form der sauberen Energie», betont der Kardinal im Gespräch mit Radio Vatikan am 1. August 2007. Er erläutert weiter: «Auch scheint mir, dass eine sachliche öffentliche Debatte über Kernenergie mehr denn je nötig ist in diesem historischen Moment, in dem die Staaten diese Energiequelle in Betracht ziehen.»
Beim Angelusgebet am 29. Juli 2007 hatte Papst Benedikt XVI. nicht nur die Hoffnung auf eine baldige Beseitigung der Atomwaffen geäussert, sondern auch auf die Vorteile einer friedlichen Nutzung der Nukleartechnologie hingewiesen. Anlass für seine Äusserungen war der 50. Gründungstag der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO). Der Heilige Stuhl war 1957 Gründungsmitglied der IAEO und hat seither einen Gesandten am Sitz in Wien.
Quelle
D.S. nach Radio Vatikan, Nachrichten, 1. August 2007